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Jaguar ist in Design und Technik wegweisend, hat den Mut zu radikalen Innovationen. Das verbindet die Marke mit den Menschen, die wir hier porträtieren. Frauen und Männer, die Träume in Realität verwandeln.

 

Die Zukunft fliegt elektrisch

 

André Borschberg setzt die Luftfahrt unter Strom: 2015 flog der Schweizer im Solarflieger um die Welt. Mit seinem Unternehmen H55 will er dem Elektroantrieb in der Aviatik zum Durchbruch verhelfen. Sein neustes Werk ist das Elektroflugzeug Bristell Energic.

Begonnen hat André Borschberg als Militärpilot und Unternehmensberater, mittlerweile entwickelt er Elektromotoren für Flugzeuge und zählt zu den Luftfahrtpionieren unserer Zeit

Apple, Amazon und Google wurden in einer Garage beziehungsweise kleinen Halle gegründet. Auch H55 startete auf diese Weise – deswegen die Abkürzung für Halle/Hangar 55 

Flugschulen, Flughafenanwohner und Luftfahrtbehörden sind begeistert: Das zweisitzige Elektroflugzeug stößt keine Abgase aus und der Lärm ist kaum wahrnehmbar

Die Hülle des Elektrofliegers stammt vom tschechischen Hersteller BRM Aero. Das elektrische Antriebssystem sowie das System zur Energiesteuerung entwickelte das Schweizer Unternehmen H55

Nur ein leichtes Propellersurren ist zu hören, als Luftfahrtpionier André Borschberg das kleine Elektroflugzeug in den Hangar manövriert. Im Hintergrund sind zwei Jets zu hören, die über dem Flugplatz in der Walliser Gemeinde Sitten lautstark ihre Kreise drehen. Fragt man den 66-Jährigen, gehört dieser Lärm schon bald der Vergangenheit an. 

 

Erfahrung mit erneuerbaren Energien und Elektromobilität hat der ehemalige Militärpilot jedenfalls genug: 2015/2016 gelang ihm zusammen mit Bertrand Piccard in mehreren Etappen die erste Erdumrundung in einem Solarflugzeug. Mehr als fünf Tage lang flog Borschberg alleine in der Solar Impulse 2 über den Pazifik und ging damit in die Geschichte der Luftfahrt ein. Dabei war der Weltrekord für den längsten Soloflug im Solarflieger nur ein Sahnehäubchen. Borschbergs eigentliches Ziel war, die Möglichkeiten alternativer Antriebe zu testen und ein Exempel für das große Potenzial von erneuerbaren, sauberen Energien zu statuieren.

 

Sein Höhenflug war damit noch lange nicht beendet. Um die Elektromobilität weiter voranzutreiben, gründete Borschberg Anfang 2018 mit weiteren früheren Mitgliedern des Solar-Impulse-Teams das Unternehmen H55. Eineinhalb Jahre später, im Juni 2019, stellten sie bereits einen ersten „I-PACE* der Lüfte“ vor – das E-Flugzeug Bristell Energic. Das Antriebssystem der Propellermaschine – bestehend aus Motor, Elektronik und Batterien – hat H55 komplett selbst entwickelt. Nur die Flugzeughülle gab es bereits. Das Elektroflugzeug kann mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 Stundenkilometern fliegen und hat eine Akkuleistung von rund eineinhalb Stunden. Da es fast 100 Kilogramm schwerer ist als sein mit fossiler Energie betriebener Bruder, musste ein stärkerer Motor her. Der Akku besteht aus rund 4.000 Batteriezellen, die in der Nase und in den Flügeln verbaut sind. Bei intensiver Belastung haben sie eine Lebenszeit von circa zwei Jahren. 

 

* Leistung: 294 kW (400 PS), Drehmoment: 696 Nm, Stromverbrauch (kombiniert): 24,8-22 kWh/100 km, CO2-Emissionen (kombiniert): 0 g/km, Beschleunigung: 4,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Angaben zum Stromverbrauch in Abhängigkeit von Ausstattungsvariante.


Der 66-Jährige hält den Rekord für den längsten Soloflug in der Geschichte der Aviatik: Über fünf Tage lang war Borschberg alleine in der Solar Impulse 2 über dem Pazifik unterwegs

André Borschberg ist überzeugt: Der elektrische Antrieb hat bereits die Welt der Drohnen ermöglicht und wird das Gleiche für die Luftfahrt tun

Der Schweizer Überflieger: Er hat Visionen, verfolgt ehrgeizige Ziele und will neue Technologien in alten Industrien etablieren

Der Antrieb hat eine Maximalleistung von 90 Kilowatt (kW) und eine Dauerleistung von 65 kW. Die Höchstgeschwindigkeit des Elektroflugzeugs beträgt rund 250 km/h

Skeptiker gibt es immer

 

„Schon unser Solar Impulse 2 soll ein Ding der Unmöglichkeit gewesen sein“, schildert Borschberg. „15 Jahre später haben wir den Skeptikern mit der Erdumrundung das Gegenteil bewiesen.“ Anstatt auf Zweifler zu hören, sollte man auf Leute setzen, die eine Vision teilen und festgefahrene Konzepte und Erkenntnisse infrage stellen. „In unserem Fall waren das Prinzipien wie das Verbrennen fossiler Brennstoffe oder die Arbeit mit ineffizienten Technologien.“ Viele Menschen denken einfach zu engstirnig, haben Angst vor Veränderungen und schließen Innovationen daher kategorisch aus. So hat auch die Automobilindustrie jahrelang behauptet, es sei unmöglich, attraktive elektrische Autos zu entwickeln. „Und dann bewies der erste Hersteller, dass rein elektrische Fahrzeuge eben doch attraktiv sein können und einen Absatzmarkt finden.“ Erst danach sind alle anderen Automobilhersteller langsam auf den Zug aufgesprungen. Das zeigt, wie essenziell starke Visionen sind, um Denkweisen zu ändern und neue Technologien in konservativen Industrien zu etablieren.


Leise, sauber und effizient: Wird der Strom zum Aufladen aus regenerativen Energien hergestellt, kann die Bristell Energic absolut umweltfreundlich fliegen

Die Betriebskosten des Stroms für einen einstündigen Flug sollen laut H55 weit unter den Kosten einer benzinbetriebenen Variante liegen

André Borschberg verrät: Eine zweite Bristell Energic ist derzeit im Bau, sie soll den Prototyp bei der Flugerprobung und der Zulassungsvorbereitung unterstützen

„Der elektrische Antrieb wird den Verbrennungsmotor nicht einfach nur ersetzen, sondern die Aviatik grundlegend verändern“, ist Borschberg überzeugt. Die Flugzeugindustrie von heute sieht schon anders aus als die Flugzeugindustrie von vor 15 Jahren – wer weiß, was in 15 Jahren durch die Lüfte fliegen wird. „Gleichzeitig liegen die Vorteile von Elektromotoren auf der Hand“, findet der Aviatik-Pionier. Im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren reagieren sie sofort auf Impulse. „Man drückt einfach den Hauptschalter und der Motor springt an.“ Man muss nicht warten, rollt auf die Startbahn und hebt ab. Das Drehmoment ist schneller und stärker, trotzdem ist die Maschine so leise wie ein Segelflugzeug. Zudem sind Elektromotoren deutlich sauberer, da kein CO2 freigesetzt wird. „Und die Technologie ist viel effizienter, weil bei der Umwandlung von Elektrizität in Antrieb nur sehr wenig Energie verloren geht“, erklärt Borschberg. Im Gegensatz dazu verliere ein Verbrennungsmotor zwei von drei Litern, „mehr als 66 Prozent verpuffen also.“ Ein Elektroflieger hat demnach viel niedrigere Energiekosten, als wenn er mit fossiler Energie fliegen würde. 

 

Herausforderungen und Hindernisse

 

All diese Faktoren machen den Elektroantrieb äußerst attraktiv. Nicht umsonst tüfteln zahlreiche Unternehmen an Elektroflugzeugen, Passagierdrohnen und Co. Für Borschberg sind diese aber keine Konkurrenz, sondern Partner auf dem Weg in eine elektrische Zukunft. „Mit unserer effizienten Antriebstechnologie ermöglichen wir die Entwicklung neuer Konzepte – Flugtaxis zum Beispiel.“ Doch auch hier sei die große Hürde das Denken und die Skepsis der Menschen. Der Einsatz von Flugtaxis im Personenverkehr würde umfangreiche Veränderungen erfordern: Urbane Infrastrukturen müssten zum Beispiel angepasst und die Luftfahrt neu organisiert werden. Das US-Unternehmen Uber, das mit einer Vermittlungs-App für Fahrten mittlerweile in über 600 Städten weltweit Menschen mit lokalen Chauffeuren verbindet, arbeite bereits an neuen Dienstleistungskonzepten und versuche, in diesem Bereich die Führung zu übernehmen – nicht nur am Boden, sondern auch in der Luft. Trotzdem gilt es den Widerstand jener Menschen zu überwinden, die sagen „Das ist unmöglich, weil…“. „Hinzu kommen die festgefahrenen Routinen der Behörden, die nach Schema F funktionieren und nur sehr langsam auf Innovationen reagieren.“


Der Akku hat eine Kapazität von 50 Kilowattstunden (kWh), ihn zu laden dauert etwa eine Stunde. Eine volle Ladung reicht für etwa anderthalb Stunden Flug

Spätestens seit der Weltumrundung im elektrisch angetriebenen Solarflugzeug Solar Impulse 2 zusammen mit Bertrand Piccard ist André Borschberg weltberühmt

Die Akkuzellen sind in der Nase und den Tragflächen des Flugzeugs untergebracht. Das Mehrgewicht von etwa 100 Kilogramm gegenüber der Verbrennermaschine wird durch einen stärkeren Motor ausgeglichen 

Bis sein E-Flieger Bristell Energic von der Luftfahrtbehörde zugelassen wird und tatsächlich im Alltag einsetzbar ist, wird noch einige Zeit vergehen. Trotzdem ist Borschberg zuversichtlich, dass seine elektrische Propellermaschine in den nächsten zwei Jahren zertifiziert wird: „Dank unserer Erfahrungen mit Solar Impulse 2 wissen wir bereits, worauf es bei der Zulassung ankommt.“ Vor der Erdumrundung musste das Solarflugzeug zahlreiche Sicherheitschecks bestehen, um auch größere Städte überfliegen zu dürfen. „Wenn ich es mir recht überlege, ist es einfacher, ein funktionierendes Elektroflugzeug in die Luft zu schicken, als die Bewilligung dafür einzuholen.“ Das zeige sehr deutlich, wie konservativ die Flugzeugbranche noch ist – andererseits aus guten Gründen, denn Sicherheit gehe vor.

 

Wie lange es noch dauern wird, bis Flugzeuge vollumfänglich mit erneuerbaren Energien betrieben werden, sei schwer zu sagen. „Ich erwarte nicht, dass ein Airbus A380 in zwei Jahren elektrisch fliegt“, so der Experte. Die Umstellung werde Schritt für Schritt vonstattengehen. Fliegende Drohnen gebe es ja bereits. Flugtaxis wie die von Volocopter oder Lilium könnten in den nächsten fünf Jahren auf den Markt kommen. Denkbar seien auch kleinere Transportflugzeuge, die bei Start und Landung elektrisch leise fliegen und für die Langstrecke auf Hybrid umstellen. „Und in zehn Jahren fliegen wir Kurzstrecken wie München – Paris vielleicht schon mit dem Elektroflugzeug, wer weiß“, vermutet Borschberg. Die Zukunft fliege zweifellos elektrisch – nur das Wann stehe noch nicht fest.


Nach der Markteinführung soll das leise Elektroflugzeug vor allem zu Trainingszwecken in der Piloten-Grundausbildung eingesetzt werden

 

Für H55 und André Borschberg ist die Bristell Energic nur ein Zwischenschritt: Das Schweizer Unternehmen will Daten und Erfahrungen sammeln, um Elektroantriebe für Flugtaxis zu entwickeln

Bis Ende 2020 wird ein Pilotprojekt mit zwei Flugschulen in der Schweiz durchgeführt. Die Markteinführung der elektrischen Propellermaschine Bristell Energic ist für 2021 geplant

André Borschberg ist ein Schweizer Pionier der Luftfahrt. Der 66-jährige Schweizer und sein Kollege Bertrand Piccard flogen 2015/2016 als erste Piloten im Solarflugzeug um die Welt. Die nötige Erfahrung für den Rekordflug hat sich Borschberg unter anderem bei der Schweizer Luftwaffe geholt: Er war jahrelang Jetpilot, bevor er als Unternehmer und Berater unter anderem bei McKinsey Karriere machte. Ab 2003 widmete er sich gemeinsam mit Piccard der Vision, die Welt im Solarflieger Solar Impulse 2 zu umrunden.

 

H55: Zusammen mit Sébastien Demont, dem Chefingenieur von Solar Impulse, und Gregory Blatt, einem weiteren langjährigen Kollegen von Solar Impulse, gründete André Borschberg Anfang 2018 das Unternehmen H55 (abgeleitet von Hangar/Halle 55). Ziel war es, das Know-how, das die drei bei Solar Impulse gesammelt hatten, für die Entwicklung eines Elektroflugzeugs zu nutzen. Am Hauptsitz von H55 in Sitten, im Südschweizer Kanton Wallis, arbeiten rund 20 Ingenieure, Elektroniker, Programmierer und Mechaniker im Entwicklungslabor in unmittelbarer Nähe zum Flugplatz. Gleichzeitig ist das Start-up eng verbunden mit dem Silicon Valley, der Heimat zahlreicher Tech-Riesen und aufstrebender Jungunternehmen.

 

 


Text: Anna Karolina Stock
Fotos: Claudio Bader

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