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Jaguar ist in Design und Technik wegweisend, hat den Mut zu radikalen Innovationen. Das verbindet die Marke mit den Menschen, die wir hier porträtieren. Frauen und Männer, die Träume in Realität verwandeln.

 

Vertical Farming: Smarte Gartenkräuter für die Großstadt von morgen

 

In Zukunft wächst Salat nicht mehr auf dem Feld, sondern in Glasschränken. Das Berliner Start-up Infarm hat eine Vertical-Farming-Technologie entwickelt, die den Weg für effiziente Landwirtschaft in Großstädten ebnen könnte.

Im Restaurant Layla in Berlin können die Gäste den Zutaten ihrer Gerichte quasi beim Wachsen zusehen

Griechisches Basilikum ist besonders beliebt in der mediterranen Küche – sei es zu Pasta oder in einem Cocktail

Dank violetter LED-Beleuchtung gedeihen in den rund zwei Meter hohen Glasschränken Basilikum, Lavendel und Koriander

Der rund zwei Meter hohe Glasschrank brummt geheimnisvoll, seine LED-Beleuchtung taucht das Restaurant Layla in Berlin Kreuzberg in violettes Licht. Was Passanten häufig mit einer Kunstinstallation verwechseln, halten namhafte Tech-Investoren für eine Innovation mit Millionenwert. Denn die High-Tech-Vitrinen ermöglichen sogenanntes „Vertical Farming“ – eine Methode, bei der Lebensmittel wetterunabhängig, energieeffizient und platzsparend direkt vor Ort angebaut werden.

 

Die Gäste können ihrem Essen im Layla buchstäblich beim Wachsen zuschauen: Hinter der Glasvitrine gedeihen auf mehreren Ebenen unter anderem Griechisches Basilikum, ägyptischer Lavendel und Bergkoriander. Nach der Ernte landen die Zutaten direkt auf dem Teller oder verschmelzen mit Hochprozentigem zu puristischen Cocktails. Dahinter steckt das Berliner Start-up Infarm. „Infarm wurde aus dem Wunsch heraus geboren, unser eigenes Essen anzubauen“, sagt Mitbegründerin Osnat Michaeli. Ursprünglich wollte die Israelin mit ihrem Partner Erez Galonska und dessen Bruder Guy ein Café eröffnen. Doch dann kam ihnen im März 2014 die Idee der vertikalen Indoor-Farmen.


Die Gründer von Infarm: Osnat Michaeli (links), Erez Galonska und Guy Galonska (rechts)

Infarm hat ein System entwickelt, das Kräuter und Gemüse in smarten Glasschränken heranwachsen lässt

Die Technologie passt Temperatur, Licht und Nährstoffdichte je nach Pflanze an

Eine einmalige Pflanzen-Datenbank

 

In den verglasten Infarm-Schränken wachsen auf mehreren Regalen Salate und Kräuter. Das spart nicht nur Verpackung und Transportkosten, sondern ermöglicht den Anbau von frischen Pflanzen zu allen Jahreszeiten – sogar von Kräutern, die sonst nur in fernen Ländern wachsen. „Wir schaffen eine Umgebung, in der die natürlichen Wachstumsprozesse so genau wie möglich reproduziert werden, ohne von Klima oder Agrarflächen abhängig zu sein“, erklärt Michaeli. Dazu hätten die hochtechnisierten Indoor-Farmen zahlreiche Sensoren, die kontinuierlich alle wichtigen Parameter wie pH-Wert, Temperatur, Licht und Nährstoffdichte messen. Jede Farm sammelt unentwegt Daten: Pro Lebenszyklus einer Pflanze sind es etwa 50.000 Datenpunkte. „Wir wissen gewissermaßen, wann die Pflanze isst, schläft oder wächst“, beschreibt die Start-up-Gründerin. Dadurch entstehe eine bislang einmalige Datensammlung über das Wachstum von Pflanzen. Darüber hinaus sind die einzelnen Farmen über eine Cloud mit der zentralen Plattform von Infarm verbunden, sodass Mitarbeiter die Wachstumsbedingungen der Kräuter und Salate aus der Ferne überwachen und steuern können. Sensible Prozesse wie das Bewässern oder die Nährstoffzufuhr laufen vollautomatisch.

 

Allein drei Jahre habe es gedauert, die von Algorithmen gesteuerten Anlagen zu entwickeln, sagt Michaeli. Inzwischen gibt es über 350 Farmen in ganz Europa. Zu den Kunden gehören Restaurants und Bars wie das Layla in Kreuzberg, aber auch Supermärkte und Onlinehändler wie Edeka, Intermarché, Metro, Migros und Amazon Fresh. Damit ist das Berliner Start-up derzeit in Deutschland, Frankreich, Luxemburg und der Schweiz vertreten, demnächst auch in Großbritannien. Bis Ende 2019 soll es europaweit rund 1.000 Farmen geben. Eine Expansion in die USA und nach Japan ist ebenfalls angedacht.


Zu den Kunden von Infarm zählen neben Restaurants und Bars auch Supermärkte und Onlinehändler

Bordeaux-Basilikum fällt nicht nur wegen seiner dunkelrot gefärbten Blätter sofort ins Auge, sondern besticht auch durch seinen aromatischen Duft und Geschmack

Infarm schafft für Kräuter und Gemüse eine Umgebung, die deren natürliche Wachstumsprozesse so genau wie möglich reproduziert

Landwirtschaft als Service

 

Die drei Gründer nennen ihr Modell „Landwirtschaft als Service“: Pro geernteter Pflanze zahlen Edeka und Co. einen Betrag zwischen 1,29 und 1,49 Euro und tragen die Kosten für Strom und Wasser, müssen sich aber sonst um nichts kümmern. Infarm stellt und wartet die Gewächsschränke, liefert die Setzlinge und wertet die Daten über den Anbauzyklus aus. Insgesamt ernten ihre Kunden inzwischen mehr als 150.000 Pflanzen pro Monat. Und das sei erst der Anfang: Man stehe damit vor einer Revolution, die bald weite Teile der Landwirtschaft erfassen wird. 

 

„Dadurch, dass wir das System in Form von Modulen anbieten, können wir die Farmen an jedem Standort aufbauen, ohne dass wir an Qualität oder Leistungsfähigkeit einbüßen“, erklärt Michaeli. Selbst, wenn man mehrere Einheiten miteinander verbindet, ist jede Farm ein eigenes Ökosystem. So können anstatt einer Monokultur an nur einem Standort hunderte Pflanzensorten angebaut werden. Und die Kunden bekommen qualitativ hochwertigere Pflanzen zu wettbewerbsfähigen Preisen. Weil ihre Wurzeln nicht abgeschnitten werden, sind sie noch lebendig, wenn sie im Supermarkt verkauft werden. Wenn der Kunde sie dann zu Hause in ein Glas Wasser stellt, leben sie weiter. Dadurch behalten sie ihre Nährstoffe und den natürlichen Geschmack.

 

Außerdem können die Farmen personalisiert werden. Der Berliner Sternekoch Tim Raue beispielsweise habe sich eine bestimmte Minzsorte gewünscht, die es nur in Südamerika gibt, so Michaeli. „Die wächst nun bei ihm direkt in der Küche.“ Edeka wiederum baue frischen Koriander in seinen Einheiten an. „Und weil die Deutschen bei Koriander eher empfindlich sind, haben wir eine mildere Sorte ausgesucht.“ Die richtige Züchtung zu beschaffen, ist eine Option. Die andere ist, Parameter wie das Lichtspektrum zu verändern, wodurch andere Prozesse in den Pflanzen ausgelöst werden. Auf diese Weise erzeugen sie andere Nährstoffe, die sich dann auch im Geschmack widerspiegeln.


Indoor Farming ermöglicht den Anbau frischer Pflanzen und die nachhaltige Produktion von Lebensmittel unabhängig von der Jahreszeit

Die Wurzeln der Pflanzen werden nicht abgeschnitten. Dadurch bleiben wertvolle Nährstoffe und ihr natürlicher Geschmack erhalten

Erde benötigen die Pflanzen nicht, um zu wachsen. Stattdessen nutzt Infarm ein Substrat aus Kokosfasern

100 Millionen Dollar für frisches Gemüse

 

Was in einem alten Wohnwagen mit Experimenten zur urbanen Pflanzenzucht begann, hat sich durch risikokapitalbasierte Investitionen zu einem Unternehmen mit rund 250 Mitarbeitern entwickelt. Zuletzt sammelte das Start-up 100 Millionen Dollar (circa 88 Millionen Euro) Wachstumsfinanzierung ein, unter anderem von Atomico aus London, einem der wichtigsten Risikokapitalgeber Europas. Rund eine Million Euro habe auch die Europäische Union im Rahmen des Förderprojekts Horizont 2020 beigesteuert. „Die Menschen in Europa werden in puncto Ernährung immer anspruchsvoller“, erklärt Michaeli die Attraktivität für Investoren. „Die Qualität soll gut sein und die Herstellung möglichst nachhaltig bleiben. Dafür haben wir eine technische Lösung entwickelt.“ Die 100-Millionen-Dollar-Spritze beweise, dass das Geschäft mit neuartigen Gewächshäusern Potenzial hat und die Landwirtschaft effizienter machen kann. Aktuell konzentriert sich die globale Produktion von Früchten und Gemüse auf nur wenige Klimazonen. In den meisten Fällen befinden sich Herstellungs- und Verkaufsstelle tausende Kilometer voneinander entfernt. „Auch deshalb liegt der CO2-Fußabdruck von Lebensmitteln bei 17 Prozent der globalen Emissionen“, erläutert Michaeli. Umständliche Produktionsabläufe und lange Transportwege seien aber nicht nötig, um die Megastädte des 21. Jahrhunderts mit frischen Lebensmitteln zu versorgen. Gestapelte Gemüsebeete in LED-beleuchteten Indoor-Farmen könnten das genauso gut – mitten in der Stadt und unter dem Deckmantel einer geheimnisvollen Kunstinstallation.

 

 

Fotographie: Infarm
Text: Anna Karolina Stock

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